Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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zug, an den von fern die berufenen Proclamationen des Vaterlands in Gefahr, in Scene geſetzt von Künſtler Sergent, erinnerten; hier war Alles

genau vorbereitet; bei Catharina war Alles impro⸗

viſirt.

Von vier Uhr bis neun Uhr hatte ſie Zeit ge⸗ habt, in Saint⸗Germain den jungen Dauphin Franz holen zu laſſen; das bleiche, kränkliche Kind war wohl das, was dem Drama anſtand: es war das Geſpenſt dieſer Dynaſtie der Valois, die dem Erlöſchen nahe, in der reichſten Nachkommenſchaft, die je ein König beſeſſen, Priamus ausgenommen. Vier Brüder! Allerdings wurden drei von dieſen Brüdern wahr⸗ ſcheinlich vergiftet, und der vierte ermordet.

Doch an dem Abend, den wir zu beſchreiben verſuchen, war die geheimnißvolle Zukunft noch ver⸗ borgen in der glückſeligen Finſterniß, die ſie vor den Blicken der Menſchen verhüllt. Jeder beſchäftigte ſich nur mit der Gegenwart, und die Gegenwart brachte in der That eine hinreichende Summe von Beſchäftigung für die am meiſten nach Aufregung und Gemüthsbewegung Trachtenden mit ſich.

Zehntauſend Perſonen begleiteten die Königin, hunderttauſend bildeten das Spalier an ihrem Wege, zweimalhunderttauſend vielleicht ſahen ſie von den Fenſtern aus vorüberziehen. Diejenigen, welche ihr folgten, und diejenigen, welche das Spalier bildeten, trugen Fackeln, deren Schein, verbunden mit dem der Illuminationen, ein Licht gab, welches allerdings minder glänzend, aber viel fantaſtiſcher, als das des Tages; die Leute, welche der Königin folgten oder ſie begleiteten, ſchwenkten ihre Fackeln; die Leute an