Teil eines Werkes 
5.-10. Bdchn (1852)
Entstehung
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ſtolz enthuͤllte, trieb Mailly den Zorn bis zur Drohung.

Madame, rief er mit einer heftigen Geberde, nehmen Sie ſich in Acht.

Graf, erwiederte ſie kalt,Sie werden mir voll⸗ ends Recht geben.

Mailly hielt bezähmt inne.

Ich ſehe, ſagte er nach einem Augenblick des Zögerns, der ihm wieder ſich zu ſammeln erlaubte,ich ſehe die Antwort, die ich zu geben haben werde. Ma⸗ dame, Sie lieben den König.

Das iſt wahr.

Werden Sie mir die Chre erweiſen, mir zu ſagen, ſeit wann, damit ich es nicht durch Andere erfahre 2.. denn Sie müſſen begreifen, Madame, es durch Andere erfahren wäre erſchrecklich für mich und für Sie.

Mein Herr, erwiederte die Gräfin, dieſelbe Ruhe des Geiſtes und des Geſichtes behauptend,ich liebe meinen Gatten nicht mehr ſeit vorgeſtern, und geſtern habe ich den König zu lieben angefangen.

Ein Blitz der Wuth, der Verzweiflung, ein Blitz der Eiferſucht glänzte in den Augen des Grafen.

Plötzlich beruhigte er ſich

Geben Sie mir die Verſicherung, daß Sie nicht ſcherzen, ſagte er mit einem Ausdruck voll Schwer⸗ muth.Ich bedarf dieſes Wortes ſehr, Louiſe.

Und er kreuzte ſeine Arme über ſeiner von Seufzern angeſchwollenen Bruſt.

Mein Herr, ich erkläre es Ihnen mit ſchmerzer⸗ fülltem Herzen: es iſt hier kein Scherz zu machen, denn der Kummer iſt mir mit dieſer Liebe in die Seele ein⸗ gezogen.

Dieſe Liebe, die Sie mir zu geſtehen wagen, die Schande und das Unglück ſind das Ende davon. Ich bitte Sie, bedenken Sie wohl, Madame.

Ich habe bedacht.

Aber ich weroe Sie verhindern, in Ihr Verderben zu rennen.