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im Gegentheil voller Herzlichkeit, voll inniger Freund⸗ ſchaft für Sie.“
„Einen Rath alſo.“
„Bahl Sie ſcherzen!“
„Wie ſo?“
„Räth man den Leuten in Ihrer Stellung, den Leuten, welche eine Liebe und eine Eitelkeit haben?“
„Sie kommen aber doch aus einem Grunde hierher?“
„Eil ich kam, um Ihnen ein Mittel zu geben, ſich vor der Lächerlichkeit zu retten.“
„Geben Sie es geſchwinde.“
„Ich wollte Ihnen ſagen: Ihre Frau wird vom König geliebt; Sie haben nie Ihre Frau geliebt; Ihre Frau liebt Sie nicht mehr. Beeilen Sie ſich, Herrn von Monteſpan nachzuahmen, der ſein ganzes Leben vom König gefürchtet, von ſeiner Frau gehätſchelt und von aller Welt geſchätzt worden iſt. Es iſt möglich, daß die ewige Moral an Allem dem etwas auszuſetzen hat, doch in unſeren Tagen geſchehen die Dinge auf dieſe Art; man muß ſeiner Zeit angehören, ſo mittelmäßig ſie auch ſein mag.“
„Herzog, Herzog! es iſt ganz einfach die Chr⸗ loſigkeit, was Sie mir da rathen!“
„Sind Sie ein Mann, mein Lieber? Das iſt im Gegentheil die höchſte Chre; es iſt das, was man einen Entſchluß faſſen heißt.“
„Herzog, ich möchte gern die Dinge aus Ihrem Geſichtspunkte ſehen.“
„Ich beweiſe. Zaudern Sie, ſo fängt der König bei der ſchwachen Seite an, wie es immer geſchieht, wenn man einen Platz belagert: er liebt einmal Ihre Geliebte, und alle Welt billigt es.“.
„Wie! alle Welt billigt es?“
„Ell alle Welt lacht gern, nicht wahr? Der König liebi ſodann Ihre Frau, und dies um ſo gewiſſer, als ſie, indem ſie ſich lieben läßt, Ihnen einen doppelten Streich ſpielt. Aus dieſem entſpringt, daß Sie zweimal
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