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„Und wem?“
„Dem König, glaube ich.“
Mailly ſtampfte mit dem Fuße.
„Ahl“ fragte Richelien,„iſt keine Uebertreibung bei dem, was man ſagt?“
„Ueber wen?“
„Ueber Mademoiſelle Olympia. Man ſagt, ſie ſei ſchön!“
„Sehr ſchön!“
„Voll Liebreiz.“
„Es iſt eine Fee!“
„Und Talent dabei.“
„Sie iſt eine Künſtlerin vom größten Verdienſte!“
„Und ſie liebt Sie?“
„Was, des Teufels! iſt hierüber zu erſtaunen?“
„Nichts, bei Gott! Sie ſind ein reizender Cava⸗ lier, und das war eine ganz einfache Frage.“
„Es intereſſirt Sie alſo, ob Olympia mich liebt oder nicht liebt?“
„Ungeheuer.“
„Nun! Herzog, Sie liebt mich.“
„Und Sie, lieben Sie Olympia?“
„Das iſt eine lächerliche Frage; doch...“
„Doch?“
„Ich bete Sie ganz einfach an.“
„So daß nichts Sie von ihr zu trennen vermöchte, und daß keine Perſpective, ſo glänzend ſie auch wäre, Sie auf Mademoiſelle Olympia zu verzichten bewegen könnte?“
„Es könnte mich nicht nur nichts auf ſie zu ver⸗ zichten bewegen, ſondern wenn man ſie mir entführen wollte...“
„Was würden Sie thun?“ 8
„Ohl ich würde denjenigen tödten, der mit dieſem Auftrage für Rechnung eines Andern betraut wäre, und wäre es mein beſter Freund, und wäre es mein Bru⸗ der, und wären Sie es, Herzog.“
Mail reizer Kam
Ihne
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