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nun ſo allein, als Sie es wünſchen mögen. Sprechen Sie alſo, ich höre. Sie ſcheinen als officieller Bote zu kommen.“
„Bei meiner Seele, es iſt ein wenig ſo, mein lieber Graf; erlauben Sie mir alſo, daß ich Ihnen zu Ihrem Scharffinn Glück wünſche.“
Die zwei Männer verbeugten ſich gegenſeitig.
„Wiſſen Sie, daß Sie da ein reizendes Häͤuschen haben, Graf?“
„Da es von Ihnen kommt, Herr Herzog, iſt das Lob doppelt ſchmeichelhaft.“
„Und daß es ein ſehr reizender Vogel ſein muß⸗ ſoll er eines ſo ſchönen Käſichs würdig ſein.“
„Herzog!“
„Wenn der Ruf nicht übertreibt, ſo ſcheint übrigens Fräulein Olympia die Perle der Perlen zu ſein. In welches Waſſer ſind Sie getaucht, um uns einen ſolchen Schatz zurückzubringen?“
„Gut,“ dachte Mailly;„hat er es auch auf Olym⸗ pia abgeſehen?“
Dann ſagte er lächelnd zu Richelieu:
„Sie ſprachen von einer officiellen Botſchaft, Herr Herzog; wechſeln Sie Ihre Reſidenz?“
„Wie ſo?“
„Ja. Sollten Sie, nachdem Sie bei dem großen
Hauſe Oeſterreich beglaubigt geweſen ſind, dies nun bei dem kleinen Hauſe der Grange⸗Batellère ſein?“
„Ohl es iſt unglaublich, wie Sie errathen, mein lieber Graf! In der That, Sie haben Ihren Tag.“
„Gut,“ ſagte leiſe Mailly,„er wird nun auch Olympia von mir verlangen.“
Dann ſprach er laut:
„Herr Herzog, mein Scharfſinn geht noch weiter, als Sie glauben.“
„Bah!“ machte Richelieu.
„Denn ich habe nicht nur den Geſandten erkannt, ſondern auch das Motiy der Geſandtſchaft errathen.“
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