Teil eines Werkes 
5.-10. Bdchn (1852)
Entstehung
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Sie ſehen, daß ich Recht habe, wenn ich Ihnen ſage: ſprechen wir nicht von Bannidre.

Was liegt mir daran, daß wir nicht von ihm ſprechen, wenn Sie an ihn denken.

Ich kann meinem Worte befehlen, Graf, doch ich vermöchte meinem Gedanken nicht zu befehlen.

Und Ihr Gedanke 2

Richtet ſich unwillkürlich nach jenem Gefängniß zurück, wo er ſich zu meinen Füßen wälzte und zu mir ſagte:Ich bin unſchuldig, Olympia! ich bin un⸗ ſchuldig, und ich werde es Dir beweiſen.

Hat er es bewieſen?

Nein, doch wenn er es bewieſe?

Wenn er es bewieſe, was würde geſchehen? Sprechen Sie.

Dann wäre es nicht Ludwig XV., den Sie fürchten müßten.

Es wäre Bannidre.

Ja!¹

Oh! Sie haben Recht, Olympia, ſprechen wir von etwas Anderem.

Ich habe immer Recht.

So leiten Sie mich. Befehlen Sie. Was machen wir?

Was wir machen?

Ja.

Nun, Graf, laſſen Sie uns frühſtücken, da wir geſtern ſo ungeſchickt geweſen ſind, nicht zu Nacht zu ſpeiſen; das Leben benützend, wie man es nehmen muß, werde ich dann nach dem Frühſtuͤck ſchlafen, da ich die Albernheit begangen habe, heute Nacht nicht zu ſchlafen.

Wohl! es ſei, leben wir, ohne an die Zukunſt zu denken! Und wenn Du ſehen wirſt, daß Du Alles für mich biſt, meine Olympia, dann wirſt Du Mitleid un ei haben und Dich vertheidigen, um Dich mir zu erhalten.