Olympia bebte. „Sie glauben das?“ ſagte ſie. „Ja, ich glaube es.“ „Dann hüten Sie mich vor einem einzigen Mann.“ „Vor dieſem Bannidre?“
„Ja.
„Sie lieben ihn?“
„Ja.“
„Sie haben mir aber doch dort geſagt, Sie lieben ihn nicht mehr?“
„Ich glaubte es.“
„Unglückliche!“
6„Ja, Unglückliche! denn ich liebe ihn immer no.
„Sie lieben einen Komödianten!“
„Ich bin eine Komodiantin.“
„Sie lieben einen Spieler?“
„Er ſpielte, um mich zu bereichern.“
„Sie lieben einen Menſchen, der Sie verrathen hat?“
Die Stirne von Olympia verdüſterte ſich, ihre Lip⸗ pen zogen ſich krampfhaft zuſammen.
Wem zu Liebe?“ fuhr Mailly fort;„einer un⸗ würdigen Nebenbuhlerin zu Liebe.“
„Mein Herr,“ verſetzte Olympia,„ſprechen wir nicht hievon, ich bitte Sie, und ich glaube, wir wer⸗ den beſſer daran thun.“
„Warum?“
„Weil ich, je mehr ich darüber nachdenke, deſto mehr zu dem Glauben gelange, daß unter der ganzen Geſchichte ein Verrath ſteckt.“
„Ja, allerdings, nur iſt der Verräther Bannidre.“
„Er hat mir in ſeinem Gefängniß geſchworen, er ſei unſchuldig.“
„Bahl ein Menſch ſeiner Art ſchwört immer.“ „Bannidre hat Ehre, Graf.“ „Olympia! Olympia!“
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