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„Sie ſind dabei, Olympia.“
„Und es hat mich Einer ſchön gefunden?“
„So iſt es.“
„Und dieſer Eine iſt mächtiger als Sie?“ „Mächtiger als ich, Sie haben es geſagt.“ „Dieſer Eine iſt der König?“
„Es iſt der König.“
Olympia zuckte die Achſeln.
„Nun! was iſt Ihnen daran gelegen?“ „Olympia, das bildet die Qual meines Lebens.
Der König iſt ſchön, liebenswürdig, jung.“
„Der Koͤnig iſt jung, er wird nichts befehlen,
was unredlich wäre. Man muß Nero ſein, um Bri⸗ tannicus zu vergiften und Junia zu rauben.“
Sie
„Nehmen Sie aber an, Junia liebe Nero.“ „Nehmen Sie an, Junia liebe Nero, doch nehmen nicht an, Olympia liebe Ludwig XV.“ „Gebrauchte man aber...“
„Was?“
„Die Furcht.“
„Die Furcht?“
„Wenn man Sie mit der Baſtille bedrohen würde.“ „Graf, in der Lage, in der ich bin, kann mir nichts
ſüßer ſein, als völlige Gefangenſchaft.“
„Olympia, werfen Sie mir nicht mehr vor, ich
ſchließe Sie ein, ich verberge Sie vor Aller Augen. Sie ſehen wohl, daß ich Recht hatte, und dennoch ſind Sie von dieſem Augenblick frei.“
Sie werden den König lieben?“
„Man will mich alſo Ihnen entführen?“
„Man kündigt es mir ſo eben an.“
„Gibt es Etwas, was Sie beruhigen kann?“ „Ihr Wort, daß Sie der Furcht trotzen werden,“ „Was Sie verlangen, iſt wahrhaftig zu leicht.“ „Sie werden alſo nicht gehorchen?“
„Nur der Liebe.“
„Sie ſehen wohl, daß Sie zum Voraus ſagen,
Gedanke Sie nut glauben


