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„Wie ſo?“
„Gewiß, da Sie, wenn Sie ſich zwiſchen dem Schau⸗ ſpieler Bannidère und dem Herrn Abbé d'Hoirac zu erklären haben, Herrn Bannidre wählen.“
„Ei! mein Herr, Ihre Anſprüche ſind zu groß.“
„Meine Anſprüche, Madame, ſind die eines Man⸗ nes, deſſen Liebe ſich durch den Beweis der Ihrigen ver⸗ mehrt hat. Ohl Sie ſind nicht eiferſüchtig, das ſieht man wohl.“
„Aber was iſt denn zu thun?“ ſagte die Catalane mit betrübter Miene.
„Finden Sie nicht das Mittel, mich in Ihrem Her⸗ zen zu befriedigen, ſo habe ich nichts mehr zu ſagen.“
„Ei!“ rief die falſche Olympia,„glauben Sie, es ſei ſo leicht in dieſer Welt, ſeine Neigung mit ſeiner Ehre in Einklang zu bringen 2“
„Ihre Chre! Ei! Madame,“ verſetzte der Abbé ein wenig wieder befeſtigt,„finden Sie nicht, daß es eben ſo ehrenvoll für Sie iſt, Herrn d'Hoirac zu lieben, als Herrn Bannidre?“
„Allerdings, aber.“
„Ob! Alles dies, Madame, Alles, was Sie ſagen, erbärmliche Gründe! Liebten Sie dieſen Menſchen etwas weniger, und mich mehr...“
Die Catalane gab ſich den Anſchein, als weinte ſie.
Für den Abbé war es Olympia, welche dieſe Thrä⸗ nen vergoß, und dennoch blieb er feſt.
„Sie müſſen Eines begreifen,“ ſagte er.
„Was.?“
„Daß ich aufs Aeußerſte gebracht bin.“
Das Schluchzen der falſchen Olympia verdoppelte ſich. Eines der großen Talente der Catalane auf der Scene war, daß ſie zu weinen verſtand.
„Was haben Sie denn?“ fragte der Abbé, der ge⸗ rührt zu werden anfing.
„Sie ſehen es wohl, mein Herr, ich weine.“
„Weinen Sie, entſcheiden Sie aber etwas.“


