Teil eines Werkes 
5.-10. Bdchn (1852)
Entstehung
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Ich ſage es Ihnen. Eine Freundin der Catalane, Ihrer Todfeindin; Sie hatten dieſe Frau weggejagt.

Es iſt wahr.

Warum haben Sie ſie dann wieder angenommen?

Was weiß ich! Warum thut man das Schlimme, während man das Gute zu thun glaubt? Sie ſehen da Dinge, die ich nicht einmal muthmaßen will; das iſt eine unnöthige Beſchwerlichkeit. Der Abbé iſt hinaus, er bleibe außen. Die Coiffeuſe iſt bei mir; ſoll ich Sie wegjagen?

Ich ſchlage dieſe Genugthuung nicht aus.

Olympia klingelte.

Der Lackei erſchien.

Die Coiffeuſe? fragte Olympia.

Madame, ſie iſt ſo eben ausgegangen, antwortete der Lackei.

Hat ſie nicht die Treppenthüre zugemacht?

Ja, Madame.

Woher kam ſie?

Ich glaube, ſie kam aus dem Zimmer von Madame.

Olympia und Bannière wechſelten einen unruhi⸗ gen Blick.

Gehen Sie, ſagte Olympia zum Lackei.

Sie hat gehorcht, rief Bannière, als der Be⸗ diente weggegangen war.

Gut! und aus welchem Anlaß ſollte ſte gehorcht haben?

Wegen unſeres Streites.

Ach! wir ſtreiten uns oft genug, daß dies Niemand mehr intereſſirt, erwiederte Olympia;doch gleichviel, die Coiffeuſe wird heute Abend aus dem Hauſe entfernt ſein, da Sie es wollen.

Neln! nein! ich will nichts, durchaus nichts! Ich bin verrückt vor Liebe, verrückt, daß ich arm, verrückt, daß ich zur Laſt bin. Ich gäbe mein Leben für ein Jahr mit hunderttauſend Livres.

So ſpielen Sie nicht mehr, da Sie immer ver⸗