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an der Treppe eine Thüre zugemacht; Olympia zeigte Beſorgniß und wollte ſich erkundigen.
„Unterlaſſen Sie das,“ ſagte Bannidre.„Sie haben nur ein Mittel, mich zu retten.“
„Welches?“
„Ei! mein Gott! daß Sie mir ſagen, Sie lieben mich!“
„Sie haben nur ein Mittel, zu machen, daß ich Sie liebe: zweifeln Sie nie.“
„Dann laſſen Sie mich Ihnen die Wahrheit ſagen.“
„Sprechen Sie.“
„Werden Sie nicht böſe, denn Ihre zornigen Augen ſind Flammen, welche die Verzweiflung in meinem Her⸗ zen entzünden.“
„Seien Sie unbeſorgt, ich werde nicht böſe wer⸗ den; ſprechen Sie geſchwinde.“
„Wohl denn! der Mann, der um Ihre Liebe ge⸗ feilſcht, ſagt, er habe das Geſtändniß derſelben erhalten.“
„Ja, er hat das geſagt, doch er lügt.“
„Schwören Sie mir dies.
„Bei was?“
„Bei etwas ſehr Heiligem, bei etwas, woran Sie glauben.“
„Ich ſchwöͤre Ihnen bei der Ehre meiner Mutter, daß er lügt.“
„Warum ſagte er es aber dann, in der Voraus⸗ ſetzung, Sie ſeien allein mit ihm? Warum ſgpielte er dieſe Komödie mit Ihnen, mit ſich ſelbſt?“
„Ich weiß es nicht.“
„Ohl dahinter ſteckt ein Geheimniß, das uns Je⸗ mand aufklären könnte.“
„Wer?“
„Befragen Sie Ihre Coiffeuſe.“
„Sie?“
„Ja, eine Frau, die zu Allem fähig iſt.“
„Sie glauben?“


