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der hohen Kirche ſein.„Halt! meine Herrn, muß bitten!“ herrſchte ihnen, als ſie ſchon auf der Schwelle ſtanden, Großvater Erlaucht zu.„Muß bitten, den Platz nicht eher zu verlaſſen, als bis die Sache ausgefochten iſt. Auch iſt dafür, bitte! geſorgt, daß man uns bis zu Ende ſeine werthe Gegenwart ſchenkt; die Thüren ſind beſetzt.“
Ein neuer Tumult folgte der Mittheilung dieſer offenbaren Ge⸗ waltſamkeit. Der vorſitzende Prinz Emil machte wiederholt ſchwache Verſuche, die Bewegung in ihr Bett zu weiſen; er beſtand endlich darauf, zu dem Thema, das einzig und lediglich hier ſtatthaft ſei, zurückzukehren, und verwies jeden abſchweifenden Redner zur Ordnung.
Der Reichsgraf bat von neuem um's Wort. Unordnung auf⸗ zudecken, ſagte er, gehöre recht eigentlich zur Ordnung; deſſentwegen ſei er, ein Ordnungsmann, kein unnützer Friedensſtörer. Intriguen, Ränke, Spitzbübereien zu entlarven, die eines Maurers unwürdig, ſei recht ſehr mit der Ordnung in einer guten Loge verträglich. Wenn Roſe und Kreuz Aufnahme und Anerkennung forderten, ſo ge— höre es hierher, den großen Roſicrucius, das geheime Götzenbild dieſer Loge, an's Licht zu ziehen.„Heraus mit dem großen Ungethüm, dem Quackſalber und Charlatan!“ rief Großvater donnernd nach allen Ecken und Enden im Saal,„herunter aus dem Wolkenhimmel, Deus ex machina, Zauberer und Fälſcher, ich ſpüre deine Künſte, auch wenn ſie nicht ſpielen. Wo ſind die Geiſter, die du erſcheinen läſſeſt, die Donner und Blitze von Colophonium, wo?«
Eine ſchreckhafte Wuth ſtand blutroth im Antlitz des hohen Mannes, Donner und Blitz war bei ihm, er war der leider fanatiſch gewordene Jupiter, der hier, wie weiland Ajax, wüthete. Mein Vater, Graf Giuſeppe, gegenüber, fiel ihm von neuem in's Wort. Mild und ſanft floß ihm ſeine Rede von den Lippen, Verſöhnung, Verſtändigung, Aufhellung blöden Irrthums fordernd; aber ſein Wort goß nur Oel in's Feuer.„Man kündigt uns an, daß die Thüren des Hauſes beſetzt ſind,“ ſprach er,„man erklärt uns alſo für Ge⸗ fangene. Es iſt nicht ganz würdig, freie Männer, freie Maurer mit Zwang zu belegen. Aber faſſen wir ſelbſt den Entſchluß, nicht vor dem Ausgang der Sache, nicht vor der Abwehr der Anklage, deren Gegenſtand ich zumeiſt ſein will, den Platz zu verlaſſen. Ge⸗


