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nehmige der vorſitzende hochwürdigſte Meiſter die Anklage, als eine Sache, die hierher gehört!“
Ohne die Zuſage zur Fortſetzung der Verhandlung förmlich ab⸗ zuwarten, brauſ'te der Reichsgraf ſchon wieder einher mit dem Donner ſeiner Rede, mit der Heftigkeit ſeiner Gebährden, alſo daß Staub aufwirbelte um ſein hohes, ehrenwerthes, wahnumfangenes Haupt. „Wohl thut Ihr, mein Herr Graf Giuſeppe della Torre,“ ſagte Erlaucht,„wohl thut Ihr, gleich Euch ſelbſt als Ziel meiner An⸗ griffe, meiner Anklage hinzuſtellen. Was Euere Bonhommie und Großmuth mir eingehändigt, haben mir Römlinge heimtückiſch wieder entzogen. Dies iſt die Sache, dies das Factum. Ich hab's nicht vernichten wollen, das Document, denn Schande ſoll nicht in Ver⸗ geſſenheit gerathen, Schande ſoll documentirt, die Niedertracht ver⸗ brieft und handgreiflich bleiben für Kind und Kindeskinder, damit es alle Geſchlechter glauben, wie man in Wälſchland an deutſchen Herzen handelt! In ein Gewebe von Schlechtigkeit und Ränkege⸗ ſpinnſten bin ich mit Mann und Maus wieder hineingerathen, wieder und abermals! Find' ich da Briefe, die man aus Rom mit dem evangeliſch gewähnten Erzieher meines Enkelſohnes wechſelt, zur Her⸗ ſtellung einer katholiſchen Univerſalkirche mit Hülfe der Loyoliten, Briefe, die auf die Convertiten hoher Häuſer in deutſchen Landen mit Erfolg hinweiſen, Briefe mit dem Roſenkreuzerſiegel an beſagten Pädagogen und Philanthropen, den ich in mein Haus nahm, Briefe von den Wiſſenden im Verborgenen an meinen Knecht und Secretär, den Sommerlotte, den ich, Gott ſteh' mir bei, gewürgt und gehängt, und, ſoll mich der Herr ſtrafen, vergeſſen habe wieder abzuſchneiden. Hier und da, und da und nochmals hier! Da liegt der Plunder der geheimen Felonie, die mich umgarnte und nichts zum Ziele hatte als das Doecument, das Document!“
Schlag auf Schlag hatte er Papiere und Briefſchaften auf das Podium geſchleudert, die Beweiſe ſeiner Anklage. Lieber Himmel! es waren die Briefe, die er in Kaver's und Sommerlotten's erbro⸗ chenem Verwahrſam aufgefunden, die mit Cardinal Bernis gewech⸗ ſelten und die meinerſeits im beſten Sinne, wenn auch ſcherzhaft myſtificirten. Vater Giuſeppe hob die Schriften vom Boden auf. Er wußte Nichts von einem Kaver Dubois, aber er erkannte ſein


