Teil eines Werkes 
2 (1855) [Xaver Dubois]
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Es

3 Ich

Nor

aber

wer.

ſpeiſte ufge⸗

ſchlas

e zu

1, wit

e nur ſelb⸗

deren 1 es

3u

dunkel

arfen⸗ angen

ſah er mmen⸗ ſeiner Macht, n des ta, in

197

einer Gemeinſchaft, die ihn uns zu entziehen drohte. Um ſo mehr that es noth, mich ihm unentbehrlich zu machen.

Peterhagen hatte die Freundlichkeit, uns alsbald uns ſelbſt zu überlaſſen. Mein Herz klopfte hörbar, wie ich den geliebten Menſchen in mein Zimmer und vor das Bild führte. Im vollen Glanz der Kerzen ſtand meines Vaters Antlitz vor uns. Dubois machte bei dieſem Anblick eine raſche Bewegung, entzog mir gewaltſam ſeine Hand, ſtreckte ſie aus und legte ſie dann ſtill über ſein Geſicht.

Dubois, was iſt Ihnen? ſagte ich, ſeine Hand ergreifend.

Er ſprach, mich abwehrend, von der Blendung der Augen durch das grelle Licht. Ich löſchte zwei Kerzen, rückte die anderen in mäßige Ferne. Dubois ließ ſich in den Seſſel nieder; er begann von allge⸗ meinen, von gleichgültigen Dingen. Aber ich hielt ihn bei der Sache, die mir eine heilige war, mir jetzt als die mir einzig wichtige nicht vorenthalten werden durfte. Ich erzählte ihm von meinem Vater; er mußte ſich ja als Mann aus Wälſchland für ihn intereſſiren. Ich erzählte ihm von der Begräbnißnacht, wo ich ihn an der offenen Gruft meiner Mutter ein erſtes und letztes Mal geſehen, ſagte ihm, wie ich ungeſucht Zeuge des Bekenntniſſes geweſen, däs mein Vater über ſich und ſein Leben abgelegt, von dem Religionskrieg meines Hauſes, der die Bande der Natur zerriſſen, die Geſetze der Liebe in Tyrannei und Willkür umgewandelt, meinen Vater zum Flüchtling gemacht, die Mutter hingeopfert. Ich ſprach das wie eine hülfeflehende Waiſe, die einen Anwalt zum Schutz ſucht.

Dubois ſaß theilnehmend, aufhorchend, aber in ſich gedrückt vor mir; er ſchien ſich noch immer nicht das Recht zuzutrauen, ſich meiner zu bemächtigen, trotzdem meine Jünglingsſeele ſo vertrauensvoll und hingebend, ſo freundſchaftsbedürftig war. Das dunkle, unglückſchwere Auge des Vaters ruhte ſuchend und verlangend auf uns. Von Zeit zu Zeit warf Kaver einen zweifelnden Seitenblick auf das Bild. Es war faſt als wenn ſich zwei gleiche Augen begegneten, beide gleich tief und verſchleiert, beide in dem bläulichen Weiß ſchwimmend, das wie Perlmutter ſchimmerte; nur leuchteten im Stern des jüngeren Mannes bräunlich grüne Streiflichter, ſein Blick hatte auf Momente die Unruhe des gehetzten Wildes. Ich mochte nicht auch noch der zuſammenge⸗ wachſenen Brauen gedenken, die der Gräfin Branconi an Dubois