Teil eines Werkes 
2 (1855) [Xaver Dubois]
Entstehung
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Mon Pieu, wie kommen Sie mir vor! Sie haben ſchon voll ſtändig ein air allemand! ſagte ſie bitter und empört.Und in dieſem Sinne, ziſchte ſie leiſe für ihn, aber doch für Alle ver ſtändlichin dieſem Sinne wollen Sie den Enkelſohn unſeres Fürſten erziehen?

Sie war aufgeſtanden, ſie hatte ein letztes Wort geſprochen; ſie erwartete, er werde die Segel ſtreichen. Im Gegentheile, Dubois wich und wankte nicht.

Schlimm genug, Madame, ſagte er ſehr ernſt,daß die Auf⸗ gabe, einen Menſchen zu einem Fürſten zu erziehen, ſchon vorweg als eine feſte angenommen wird. In Aegypten ward Jeder für den Stand ſeiner Geburt erzogen. In Europa hat nur der junge Fürſt das be⸗ klagenswerthe Vorrecht, dem Kaſtengeiſte unterworfen zu ſein. Schlimm genug ſchon für einen einzelnen Stand. Es würde manchem Prinzen eine Wohlthat ſein, erſt freie Wahl zu haben für ſeinen Beruf, erſt unter die Menge herabzuſteigen und zu lernen, unter Menſchen ein freier Menſch zu ſein. Wahl und Befähigung ſollten entſcheiden. Es liegt eine beleidigende Sklaverei in dem Gedanken, einen jungen Menſchen zum Fürſten prädeſtinirt zu wiſſen. Man gibt ſich überhaupt zu viel Mühe, junge Fürſten zu erziehen. Man mache ſie zu Menſchen: das iſt Alles und das iſt das Höchſte!

Ninon fächerte ſo ſtark als wenn ſie Vapeurs verſcheuchen wollte; die große Zornader auf ihrer Stirne war hoch angeſchwollen. Mit unterdrückter Stimme, ihrer nur halb noch mächtig, machte ſie rund um für den Cirkel die große centrale Verbeugung, das Zeichen, daß man entlaſſen ſei. Ich drängte mich zu Dubois, ich legte die Hand in die Biegung ſeines Armes, ich fühlte mich unzertrennbar an ihn gefeſſelt. Er hatte ein großes Wort geſprochen, das Wort vom freien Menſchen. Es war mir als ſprühten vom Blitz dieſes Gedankens tauſend Funken aus ſeinen Augen, durch alle Adern ſeines Leibes. Ich fühlte mich elektriſch wie von einem Weſen höherer Art von ihm berührt. Wie ich zu ihm aufblickte, hing ſein dunkeles Auge leuchtend über mir. Er ſah mich lange ruhig, durchdringend an, als ſuche er nach einem tiefern Verſtändniß mit mir.Wir werden Freunde ſein!

ſagte er mit einer leiſen Feierlichkeit.Auf ewig! ſagte ich von meiner Bewegung hingeriſſen. Wie ich mein glühendes Geſicht an * 13*