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ſicht. Wie ſie an mir vorüberſchritten, ſchlug Juſtine das Auge zum Himmel auf, während ihre Lippen ein Lächeln erzwingen wollten. Plötzlich am Ende des Saales bemächtigte ſich des Paares unter einem leiſen Aufſchrei ein Schwindel. Ich ſah nur wie der Prinz, weder ſeiner noch ihrer mächtig, wankte, wie eine Wetterfahne um ſie herumfuhr und auszugleiten drohte. Wie vom Blitz getroffen ſchien Juſtine das Bewußtſein und die Kraft der Fortbewegung ver⸗ loren zu haben. Unbeweglich blieb ſie ſtehen, der eine Arm behielt die ausgeſtreckte Haltung, während die andere Hand in's Ungewiſſe tappte. Ich war hinzugeſprungen, und ehe noch der Prinz ſich er⸗ mannt hatte, ſeine Tänzerin von neuem zu erfaſſen, griff ſie mit der Rechten krampfhaft zu und hielt meinen zur Unterſtützung dargebotenen Arm convulſiviſch feſt. So kaum ihrer Herr, hoben und trugen wir, der Prinz und ich, die theuere Bürde aus dem aufgelöſten und ver⸗ worrenen Knäuel der Tänzer, die ſich planlos um uns gruppirten. Eine Kammerdame öffnete die nahe Seitenthür, und während im Saal Muſik und Tanz loſe durcheinanderſchwirrten, waren wir mit der Ohnmächtigen in das anſtoßende Gemach getreten. Wir hörten nur noch, als die Thür hinter uns zufiel, wie die Muſik plötzlich verſtummte, ein dumpfes Gewirr laut ward, bis die Commandoſtimme des Reichsgrafen:„Fortgetanzt!“ das Signal zur Herſtellung der unterbrochenen Ordnung gab.„Schließen Sie die Thür hinter uns!“ flüſterte ich der Kammerdame zu,„die Gräfin braucht Ruhe und Er⸗ holung!“
Mit Hülfe des Prinzen hatte ich die Leidende auf das nahe Ruhebett gelehnt; ich war jedoch außer Stande, meine ſtarr von ihren Fingern unſchloſſene Hand aus der ihrigen zu ziehen; der Prinz hatte ſeinen Arm um ihren Nacken geſchlungen, um ihr Haupt zu ſtützen, als ſich Juſtine erholte. Ein erneuerter Druck auf die Klinke der geſchloſſenen Thür ſchreckte ſie auf.„Es wird der Leib⸗ arzt ſein!“ ſagte die Kammerfrau, bereit, die Pforte wieder zu öffnen. „Haltet die Ungethüme von mir zurück!“ rief Juſtine mit flammen⸗ dem Zorn, während ſie ſich mit der Springkraft einer Stahlfeder in die Höhe ſchnellte und halb aufgerichtet vor uns ſaß. Sie hatte meine Hand freigegeben, blickte uns befremdet an, fragte was geſchehen, warum der Tanz unterbrochen ſei. Wie ich mit der ganzen Gewalt
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