Letztes, was mit getändelt, e ihr Nacht⸗ wohn, Zom; ſand ſi oft rdie theuem Götzendienſt drüben im räumerin kein Thum. N⸗
n. et. Sie het juſcht!“ bt über war er Menſchen n eder wach ich dich ⸗ und wachend. n gundintn
gel zerſchligt
Juſtine· —. afel wir ſe nidglr
umn ſt hu
ſuhend
f, ſyn „in
637
Im feſtlich geſchmückten Ballſaal zu Belle Promeſſe war Tanz. Der Reichsgraf in Perſon eröffnete den Ball mit einer ſchon betagten, aber kräftig impoſanten Dame, einer Hohenlohe'ſchen Gräfin aus einer Seitenlinie, Kreuzdame und Vorſteherin eines proteſtantiſchen Fräuleinſtiftes. Sie war, raunte maf ſich zu, eine alte Neigung des geſtrengen Herrn geweſen; er hatte ſie wenigſtens gerngehabt, aber ſeine Zärtlichkeit für ſie war nun bis dahin abgedämpft, daß er jährlich ein Mal ihr Cavalier war und auf ihren Wunſch mit ihr tanzte. Es war ein eigenthümlich Schauſpiel, wie die zwei hohen erhabenen Geſtalten eben ſo zierlich wie ehrbar im Tanz ſich mit einander gebährdeten. Es war weniger ein Tanzen wie ein Becom— plimentiren, ein Hin- und Herneigen der Geſtalten in gegenſeitiger Devotion und Gravität. Anfangs meinte man, ſie hätten den Tanz parodiren wollen, aber ſie trieben das Gliederſpiel mit ſtrenger ortho⸗ doxer Gewiſſenhaftigkeit. Dem regierenden Herrn lagen tiefe Falten auf der gewölbtenStirn, während ſein Mund ſo viel Grazie als ihm möglich war, entwickelte. Er courbettirte, wenn ich ſo ſagen darf, um ſeine Dame herum, er machte ihr die Honneurs mit der Courtoiſie eines ſpaniſchen Granden. Jetzt war er ihr voraus, als wollt' er ihr entfliehen, und jetzt erſchien er, wie ſie hinter ihm herſtolzirte, wie König David vor der Bundeslade. Es war eine Ciaconne von Sebaſtian Bach. So eigenthümlich wie der Tanz war auch die Muſik. Es war als wenn erhabener Kirchenſtyl ſich zu einem Scherzo herabgelaſſen. Ein Rieſe von Geiger gehörte dazu, ein wahrer Briareus, wenigſtens ein Spieler von verzehnfachter Kraft, um all' die Grandezza mit all' der Grazie, all' die Feierlichkeit des Reifrockſtyls mit all' den Feinheiten einer ſüßen Empfindſamkeit auf dem Inſtrumente ſolo zu verſchmelzen. Die Melodie verkriecht ſich hinter lauter Schnörkel und Fiorituren, taucht aber hier neckiſch, da mit aller Gewalt hervor, eine wahre Schlangenlinie mit Arabesken⸗ guirlanden, wie ſie auch ſonſt das Zeitalter liebte.
Auf dieſen Ehrentanz, an welchem theilzunehmen nur das Alter berechtigt ſchien, folgten die üblichen franzöſiſchen Tänze, die mehr dazu gemacht ſind, die Grazie der Jugend zu entfalten. Prinz Emil eröffnete mit ſeiner Verlobten den Reigen. Er führte ſie mit Be⸗ hutſamkeit und Delicateſſe, aber unſicher, ohne Feſtigkeit und Zuver⸗


