Teil eines Werkes 
3 (1855) [Graf Guiseppe della Torre]
Entstehung
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Segens. Dann war der Gottesdienſt beendigt, die Flaſche ging nochmals herum und Jeder ſuchte ſeinen Ausgang.

Wie ich mit Pirrho auf der Höhe ſtand, ſah ich die wie im Winde zuſammengewehten Menſchen nach allen Seiten über die Felſen klettern oder den Niederungen zueilen, wo ſie der Wald wieder auf⸗ nahm. Die kleine Gemeinde, wenn man dieſen Haufen Menſchen ſo nennen will, war nur ein Nebenzweig der größeren waldenſiſchen Verbrüderung.— Was ächtes Chriſtenthum in ihnen iſt, muß der Welt zu Gute kommen, darf nicht im Winkel umkommen! Das waren meine Gedanken, als ich neben meinem Gefährten die Höhle verließ.

Drittes Rapitel.

Auf dem Rückwege wurde Pirrho vertraulich; er erzählte von ſeinem früheren Leben. Die Geſchwiſter waren aus Savoyen hieher gewandert. Die Alten, Köhlersleute, hatten eine eigene Schürhütte gehabt. In den Kriegsunruhen war ihr Hab und Gut eine Beute der Verfolger geworden. Sie hatten ſich mit genauer Noth aus dem brennenden Meilergehöft gerettet und waren auf der Flucht elend um⸗ gekommen. Die beiden Kinder hatten das Wanderleben fortgeſetzt, von einem Meiler zum andern, um Unterkunft zu finden. So waren ſie heimathlos erwachſen. Der Burſch hatte keine Luſt zum Köhler⸗ gewerk; er ſchweifte Tags und Nachts in den Wäldern um; wenn die Noth drückend wurde, ging er heimlich auf Wild. In unſern Bergen hatten ſie endlich Halt gemacht und ſich die Hütte zuſammen⸗ geflickt. Pirrho hielt ſich Karren und Eſel und führte den Kraut⸗ händlern am Abhang der Höhe ihre Frucht in die nächſten Ortſchaften zu Markt. Der Burſch hatte gerade ſo viel Pfiffigkeit, um ſich in der Welt durchzuhelfen, und gerade ſo viel Trotz, um es der Welt nie Dank zu wiſſen, wenn ſie ihn leben ließ. Ein Naturzuſtand der Art mag gerechtfertigt ſein. Aber etwas mehr Bedürfniſſe, leiblich

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