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lich gemacht. Gleich am Orte, wo es vollzogen, in derſelben Stunde, wo die Trauung des Reichsgrafen mit der Herzogin geſchah, habe er es in das Gewölbe unter dem Altar der Villa verſenkt. Die Propaganda ließ ſofort Nachſuchungen anſtellen; da ergibt ſich, daß man uns zuvorgekommen. Deutliche Spuren einer friſchen Nachgrabung führen auf die Vermuthung, ein Commiſſär des Reichsgrafen, mit welchem der genueſiſche Prieſter vielleicht im Verkehr geblieben, habe das Document entdeckt und es in ſeine Hände geliefert. Exiſtirt es noch oder iſt es vernichtet? Darüber Kunde zu erlangen iſt unſer Geſchäft. Es zu vollziehen, wirſt du uns hülffreich ſein, Saverio, du wirſt uns am Hofe des Reichsgrafen die Wege erleichtern.“
Kaver ſagte lächelnd:„Signora, wir ſind noch gar nicht am Hofe des deutſchen Reichsgrafen.“
„Er hat ſo eben,“ lautete die Antwort der Dame,„dem Abbate Lavater ſeinen Entſchluß ausgeſprochen, Euch nach ſeiner Heimath mitzunehmen. Die Gräfin Branconi hat ihren Segen dazu gegeben.“
„Und Ihr,“ ſagte Kaver bitter,„gebt mir Eueren Fluch mit auf den Weg?“
„Saverio,“ entgegnete die Signora„Ihr ſeid nicht gewohnt, tlein zu denken. Die Kühnheit des Unternehmens ſchreckt Euch nicht. Ihr bietet uns die Hand dazu!“
„Und wenn ich es verweigere?“ fragte Dubois keck.
Dann hat das heilige Amt noch immer eine Frage an Euch zu richten, Flüchtling aus dem Jeſuitencolleg, eine Frage, auf die Ihr wohl nur im Gefängniß Rede ſtehen könnt!“
„Ich erkenne kein römiſches Gericht über mich an,“ ſagte Kaver im hellen Ausbruch ſeines Zornes,„ich bin aus der Gemeinſchaft der Kirche getreten, ich bin Proteſtant, ich bin frei von den Feſſeln, die Ihr für ſo bindend haltet!“
„Wer nach dem Gelübde Derer, die ihn in die Welt geſetzt, der Kirche gehört, wer die Weihen empfangen hat: auf den wird die Kirche Roms nie aufhören ihr Anrecht geltend zu machen!“
„Doch, Signora! ſie wird es, denn ſie wird müſſen!“ ſagte Kaver.„Ich kann Denen, die mich in die Welt ſetzten, nicht das Recht zugeſtehen, über meine freie Seele das Verhängniß ewiger Ker⸗ kerſtrafe und ewiger Verbannung zu verhängen. Ich kann die Gül⸗
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