inn und eitenden s neuen kommen,
er Ver⸗ t. Jch
htet. Er Laater ricb, ihr e Eine ann dort Winden inien in tin den r Riſche viellecht
vor nir. n konnte⸗ ungol „Sue⸗ „es liegt ninmer es nelen
Iht fir
„mntte n Nitte ttel wh
gnoro⸗
157
„Ich habe keinen Theil mehr mit einer Kirche, von der ich mich losgeſagt!“ eiferte Kaver.
„Aber die Kirche hat Theil an dir!“ lautete die Entgegnung. „Ein guter Hirte, mein Beſter, läſſet die neunundneunzig getreuen Schafe und folget dem einzelnen, das ſich verirrte, eilt ihm nach und ſtreckt liebend ſeine Arme nach ihm aus.“
Sie hatte die Hand auf ſeine Schulter gelegt und ſah ihn traulich lächelnd an. Die Ampel warf ihr volles Licht auf beide Geſtalten. Kaver ſah blaß und verlegen aus. Der Triumph der Donna über ihr Opfer ſchien vollſtändig„Doch wozu der Streit?“ fuhr ſie ſchmeich⸗ leriſch fort.„Bin ich nicht im ähnlichen Falle wie du, mein Sohn? Bin ich nicht zum Glauben meines Volkes, zum Stamme Juda zurück⸗ gekehrt? Hab' ich damit nicht allem Lug und Trug der ſtolzen Herren der Chriſtenheit Haß und Verfolgung geſchworen? Aber die Welt will getäuſcht ſein; beherrſchen wir ſie wie ſie es wünſcht! Als ich ihr Liebe, hat ſie mich verachtet; als ich ihr ein offenes Herz voll Unſchuld entgegentrug, hat ſie mich verſchmäht. In Sünden und als die Nichte eines Cardinals, mitten in der Ueppigkeit der Welt erzogen, und doch einem Stamme angehörig, den die Chriſtenheit verflucht; im Glanz erzogen und gewiegt, und doch das Gefühl des Todes und der Weltverachtung im Herzen, bin ich nach und nach in der Kunſt geübt, meinen Ekel gegen die Gebrechen der Menſchen zu verheimlichen, für meinen Haß Zielpunkte zu ſuchen, die Niemand ahnet. Während ich der Welt diene, Saverio, dient ſie mir! Doch zur Sache. Das Doeument, das wir ſuchen, iſt in den Händen des Reichsgrafen, jenes Document, in welchem er für ſein proteſtantiſches Land der römiſchen Kirche allen Vorſchub zugeſagt. Vierzig Jahre faſt hat es im Gewölbe der Villa Speroni an der Riviera levante gemodert. Da ſtirbt der Prieſter in Genua, dem es anvertraut war; er ſtirbt und geſteht auf ſeinem Sterbebette, daß er es gar nicht nach Rom an die Congregation der Propaganda ab⸗ geliefert. Der Thor hielt es für Sünde, dies Gelübde, das ihm unter dem Siegel der Beichte gemacht war, als ein Inſtrument zur Verfolgung der Ketzer zu benutzen. Keine Kirchenſtrafe hatte vermocht, ihm das Geſtändniß zu entlocken, wo das Doeument geblieben. Er ſtirbt und geſteht, es ſei nicht vernichtet, aber beſeitigt und unſchäd⸗


