Betäubung, die wie ein Traum meine Sinne beſchlich. Ich fühlte den warmen Athem eines fieberhaft klopfenden Buſens, Arme die mich unſchlungen hielten, Lippen die in zitternder Haſt jeden Freudenſchrei, jeden Wortlaut, den ich wagen wollte, erſtickten. Ich riß mich mit Gewalt in die Höhe, ich betaſtete die Arme, die mich umſchloſſen, die Schultern, an denen ich gelehnt; nein es war keine Geiſtererſchei⸗ nung, es war lebendige Wahrhaftigkeit, dies heiße bange Leben, das mir aus den Pulſen, der ſüße Duft, der mir aus dieſem Buſen ent— gegenſchlug, die Küſſe dieſes weichen ſanften Mundes— es war Wirklichkeit, es war die Begegnung mit einem Weſen von Fleiſch und Blut. Mein ſuchendes Auge ſtarrte nach dem ihrigen. Der Fackel⸗ ſchein wankte grell und unſicher vor uns hin; im Fluge erhaſchte mein Blick ein bleiches, gramzerſtörtes, halberloſchenes Antlitz, deſſen feuchte d
Augenſterne ihren Glanz verhüllten.—„Biſt du's denn wirklich?“ rief ich,„meine Mutter?“—„Joſeph, mein Sohn!“ war die ſchluch— zende Antwort.—„Und wir wußten ſo lange nichts von einander?
Wer iſt zwiſchen uns getreten? Wer drängte den Sohn vom Mutter⸗ herzen? Wer hat dieſen Raub am Heiligſten verſchuldet?“
Der Strom ihrer heißen Thränen überfluthete mein Geſicht; ihre Stimme zerfloß, wie ſie reden wollte. Ich war von der Wiege an ſo verarmt und abgedarbt an Liebe, und nun drohte ich plötzlich unter deren Uebermaß zu erliegen:
„Hat man dir übel begegnet, mein Kind?“ fragte ſie nach einer Pauſe.
„Nicht daß ich's beſonders klagen möchte!“ war meine dreiſte Antwort.„Auch will ich's von nun an Keinem mehr rathen! Ich habe nur nicht gewußt, wo ich hingehörte. Nun ich's weiß, werde ich darauf halten, daß mich Niemand kränkt!“
Wo ich hingehörte, blieb mir noch immer verſchleiert genug, aber endlich ein Weſen zu wiſſen und zu fühlen, das ein Recht auf mich hatte, gab mir Zuverſicht und Muth, meine Exiſtenz im Nothfall zu vertheidigen. Ich mußte ihr berichten, wie es im einſamen Jagdhaus zugegangen, was ich ſeit Jahren getrieben. Ich beſchrieb ihr den ge⸗ lehrten Pfarrer, erzählte ihr von Ovid's Metamorphoſen, von der Frau Baucis, deren drei Zähnen und drei Märchen, die wie die Fabeln des römiſchen Dichters in mir die Ueberzeugung geweckt, ich ſei ein ver—
wunde heute, worde fürſer glern die ja liebet Holz und! und Vie an ih inp Gliede So f des ß ſchne Lben
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