Teil eines Werkes 
4. Bd. (1863)
Entstehung
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über Armuth, Alter und ein Leben in einem Dachſtübchen ₰ als Nähterin und dergleichen gehabt, gar manche heiße Thränenflut darüber vergoſſen und niemals ein anderes Mittel dagegen gefunden, als ihre Zuflucht zum Gebete zu nehmen. Das aber hatte ſich ſtets als Specificum bewährt. Da, ganz plötzlich— war die Frage gelöſt! Sie hätte Lord Saltire danken mögen. Sie hätte ihm gern die Hand geküßt; aber es fehlte ihr an Worten. Sie verſuchte, ihre Thränen zu unterdrücken, und es gelang ihr einigermaßen. Dann ſprach ſie in der Aufrichtigkeit ihrer redlichen Seele:

„Ich danke Ihnen mit dieſen Worten herzlicher, My⸗ lord, als wenn ich vor Ihnen niederkniete und Ihre Füße küßte. Mein ganzes Leben iſt durch eine in der Ferne drohende Wolke von Alter und Armuth verdüſtert geweſen. Sie haben dieſe Wolke verſcheucht. Kann ich noch mehr ſagen?“

„Kein Wort weiter, wenn Ihnen Ihr Leben lieb iſt. Ich hätte Sie mit Reichthum überſchütten können; doch habe ich vorgezogen, das nicht zu thun. Zwanzigtauſend Pfund werden Sie in Stand ſetzen, zu leben, wie Sie es ſeither gewohnt geweſen ſind. Glauben Sie einem alten Manne, wenn er Ihnen ſagt, daß Ihnen eine größere Summe eine Laſt ſein würde.“

„Zwanzigtauſend⸗Pfund.“

„Ja. Dieſe werden Ihnen eine Jahresrente von etwa ſechshundert Pfund einbringen. Glauben Sie meinem Worte, das iſt vollkommen genug. Sie werden ſich damit Ihren Brougham und allen dergleichen Luxus verſchaffen können. Glauben Sie mir, daß Sie mit mehr Gelde nicht ſo glücklich ſein wükden.“