Teil eines Werkes 
4. Bd. (1863)
Entstehung
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Lord Saltire“, ſagte ſie,„fahren Sie ſort. Ich glaube zu errathen, wovon Sie mit mir zu ſprechen wünſchen.“

„Sie meinen von Charles?“

„Ah! Das iſt aber nur ein Theil von Dem, was ich zu ſagen habe. Allerdings wünſche ich Sie auch darüber zu Rathe zu ziehen; doch das iſt nur ein unbedeutender Theil von der Sache.“

„Dann bin ich ſehr begierig, dieſelbe zu hören.“

„Wiſſen Sie alſo, daß ich den Neunzigern zuſchreite?“

„Ich habe dies ſagen hören, Mylord.“

„Nun denn, ich glaube daher, daß die Stimme, der Sie jetzt lauſchen, bald auf immer ſtill ſein wird. Laſſen Sie ſich darum durch nichts verletzen, betrachten Sie die Stimme als die eines bereits Geſtorbenen, wenn Sie wollen.“

„Ich will ihr zuhören als der Stimme eines ſehr gü⸗ tigen lebenden Freundes“, ſagte Mary.„Eines Freundes, der mich ſtets als ein zurechnungsfähiges Weſen und wie ſeines Gleichen behandelt hat.“

„Das iſt wahr, Mary; doch ſind Sie ſo herzig und ſo geſcheidt, daß dies eben kein großes Wunder iſt. Sehen Sie,— Sie haben kein Vermögen.“

„Ich habe meinen Beruf“, ſagte Marh lachend.

„Ja, aber Ihr Beruf iſt einer von denjenigen, in denen man ſchwer avancirt“, ſagte Lord Saltire;„deshalb habe ich es für nothwendig erachtet, in meinem Teſtamente für Sie zu ſorgen. Denn ich muß jetzt ein neues machen.“

Die arme Mary ſchrak zuſammen. Dieſe Ankündigung war eine ſo völlig unerwartete. Sie wußte nicht, was ſie denken oder ſagen ſolle. Sie hatte oft lange Nachtgedanken