gegnete Lord Ascot.„Zum Theil, ſiehſt Du, weil ich nicht wiſſen konnte, wie Lord Saltire dergleichen aufnehmen würde. Und dann wirſt Du Dich erinnern, Adelaide, wie ich Dir ſtets geſagt habe, daß manches liebe Jahr darüber hingehen könnte, ehe Leute ihrer Art Dich bei ſich empfangen würden.“
„Was haſt Du ihm geantwortet?“
„Nun, ſo viel wie Du nur von mir erwarten konnteſt. Ich zahlte ihm ſeinen impertinenten Spott mit Zinſen zurück und ſagte, ich könnte kein Haus beſuchen, in welchem nicht auch Platz für meine Frau wäre. Darauf verbeugten wir uns gegeneinander und ſchieden.“
Adelaide wandte ſich um und ſagte:„Das war freund⸗ lich und männlich von Dir gehandelt, Welter. Ich danke Dir dafür, Welter.“
Und ſo nahmen ſie für die Leichenfeier Oberſt Whis⸗ ker's Antrag an. Der Oberſt wußte vollkommen, wie die Sachen ſtanden; denn er war ein erfahrener Weltmann und hatte darum gerade im rechten Augenblicke eine ſehr gutmüthige Handlung begangen. Lady und Lord Ascot lebten hier vierzehn Tage auf das Allerbehaglichſte, und Adelaide wußte ihm mit ihren Beſchreibungen von dem, was die andere Geſellſchaft jetzt im alten, feierlichen Caſterton vornehmen würde, manchmal ein lautes Lachen abzuzwingen. Sie warf dann ihre Naſe in die Höhe und ahmte die junge Lady Hainault auf das Täuſchendſte nach. Ein andermal gab ſie eine ebenſo gelungene Darſtellung von der alten Lady Hainault und deren unliebenswürdigen Reden. Während der ganzen vierzehn Tage war ſie ſehr unterhaltend, wenn ſchon niemals zärtlich; denn ſie wußte,


