Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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ſelten, Ellen zu ſehen. Und um die Sache zu compliciren, ſetzte ſich's Adelaide, die dem Spiele zuſchaute und ſah, wie Hornby abſichtlich verlor, in ihren albernen Kopf, daß er in ſie verliebt wäre. Sie hatte den Mann gern— wer hätte den Mann nicht gern gehabt?— doch blieb ihr noch Ehrgefühl genug, um kalt gegen ihn zu ſein. Hornby be⸗ merkte alles Dies und war höchlichſt beluſtigt. Ich denke mir oft, es muß ein hübſcher Anblick geweſen ſein, zu ſehen, wie ein rechtlicher Mann mit einem Schurken ſpielte und ihm gerade ſo viel Luſt ließ, wie ihm gut dünkte. Wenn ich Hornby aber einen rechtlichen Mann nenne, ſo meine ich das im vollen Ernſte.

So ſtanden die Dinge, als der Derbyſturz kam. Um halb ſechs Uhr am nämlichen Nachmittage fuhr Lady Welter in einer prachtvollen, vierſpännigen Carroſſe vor ihrer eleganten Wohnung in St. John's Wood vor, und als„ihre Leute“ kamen, die Thür öffneten und den Wagen⸗ tritt herunterließen, ſtieg ſie langſam aus und trat, von ihrem Lakaien gefolgt, der ihr Sonnenſchirm, Riechfläſch⸗ chen und dergleichen nachtrug, ſo matt und ſchmachtend in's Haus, als ob das Leben wirklich zu langweilig wäre, um noch eine Minute länger ertragen werden zu können. Drei Stunden ſpäter beſtellte eine raſche, geſchäftige Frau in einfacher Kleidung und mit einem dichten ſchwarzen Schleier vorm Geſicht im Hötel bei der London⸗Brücke Zimmer für Mr. und Mrs. Staunton, die in einigen Tagen in's Ausland reiſen würden, und beaufſichtigte mit ihrem vertrauten Diener, einem geſetzten Manne in Schwarz, die ſichere Unterkunft zahlreicher mit Eiſen beſchlagener Eichenkiſten, an denen nichts Auffallendes