Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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Die arme Ellen! Lord Welter war in der Meinung geweſen, ſie würde das Haus verlaſſen haben, und er hatte in der That guten Grund, das anzunehmen. Als er aber in ſeiner Londoner Wohnung wieder eintraf— war ſie noch da. Sie hatte all ihren Flitterſtaat von ſich ge⸗ worfen und ſich einfach und anſpruchslos gekleidet, wie eine Dienerin. Und da blieb ſie und bediente Adelaide mit geſetztem, beſcheidenem Weſen, wie es einer Zofe zukam. Adelaide war nie in Ravenshoe geweſen und kannte ſie daher nicht. Lord Welter hatte darauf gerechnet, daß Ellen fortgehen würde; doch ſie blieb. Warum?

Man muß Nachſicht mit mir haben, wenn ich auf der⸗ gleichen Dinge komme. Ich berühre ſie ſo leiſe als möglich; aber ich habe es einmal unternommen, eine Geſchichte zu erzählen, und muß ſie erzählen. Derlei Dinge geſchehen um uns her, und wir verſuchen, ſie zu ignoriren, bis ſie zwanzigmal im Jahre uns plump vor die Augen treten. Keine Geſchichte von jungen Engländern könnte ja voll⸗ ſtändig ſein ohne Vorführung von Dingen, von denen Manche denken mögen, daß man ſie beſſer ruhen ließe. Tröſten wir uns indeß mit einer großen, unleugbaren Thatſache; mit der außerordentlichen Sittenverbeſſerung in den letztvergangenen zehn Jahren. Gerade das große Geſchrei gegen derartige Verhältniſſe beweiſt wenigſtens Eines klar: daß man über handgreifliche Thatſachen nicht länger die Augen zudrückt und daß eine Reform ſich anbahnt. Jedem jüngeren Bruder, dem zweihundert Pfund Sterling jährlicher Einkünfte zu Gebote ſtehen, ſollte geſtattet ſein, ſich in ſeiner eigenen Geſellſchaftsklaſſe, was ſie auch immer iſt, zu verheirathen. Allerdings wird das Paar mit Ent⸗