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und einnehmend war ihr Weſen. Lord Welter pflegte ſie nur Lady Welter zu nennen, folglich nannten ſie auch alle Andern ſo und behandelten ſie, als ob ſie wirklich Lady Welter wäre.
Doch hatte dieſe Lady Welter ſehr bald zu Adelaide's Gunſten abdanken müſſen. Etwa zwei Tage, ehe die Beiden mit einander entwichen, erhielt jenes arme Weib einen Brief von Lord Welter, in welchem er ihr ſchrieb, ſie möchte ſich auf eine neue Herrin gefaßt machen. Es war kein Schlag für ſie. Er hatte ſie ſchon ſeit einiger Zeit darauf vorbereitet. Thränen, wilde Thränen mochten im Stillen gefloſſen ſein; allein was machte er ſich aus den Thränen»ſo Einer«? Als Lord Welter Miß Adelaide in ſein Haus brachte, trat ihr die Andere, als Dienerin gekleidet, entgegen und ſprach ruhig:
„Ich heiße Sie willkommen, Madame.“
Es war Ellen, und Lord Welter ihr Verführer geweſen, wie der Leſer längſt errathen hat. Als ſie von Ravenshoe floh, entwich ſie vor dem Zorne ihres vermeintlichen Bru⸗ ders William; denn dieſer hatte Verdacht geſchöpft, und an jenem Nachmittage, wo Charles und Marſton ſie auf der Klippe erblickt hatten, machte ſie eben zu Fuße ihren langen, beſchwerlichen Weg nach Exeter, um in London mit Lord Welter zuſammenzutreffen. Nachdem ſie vermißt wor⸗ den war, hatte William an Lord Welter geſchrieben und ihn dringend gebeten, ihm zu ſagen, ob er Etwas von ihr ge⸗ hört hätte. Und Welter hatte ihm geantwortet, er wüßte nichts von ihr,„bei ſeiner Ehre!“ O weh der Ehre von Lord Welter und William's Thorheit, daß er ihm Glauben ſchenkte!
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