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Lord Welter hatte ſo lange mit Adelaiden unter dem⸗ ſelben Dache gelebt, daß es ihm niemals eingefallen war, ihr den Hof zu machen. Sie pflegten wie Benedict und Beatrice mit einander zu zanken.
Was geſchah, war ihre Schuld. Sie taugte nichts, taugte gar nichts. Laſſen wir ſie. Wol kann ich mich über Lord Saltire und Lady Ascot und dergleichen gute
Leute verbreiten; über Adelaide aber nicht mehr, als un⸗
umgänglich nothwendig iſt. Zwei Dinge liebte Lord Welter beſonders— Händel und Würfelſpiel. Er war ein Erzeiſenfreſſer, ſehr ſtark und Mei⸗ ſter im Gebrauche ſeiner Fauſt; dabei von ſolchem Muthe und ſolcher Ausdauer, daß er, hatte einmal ein Streit begonnen, unter keinem andern Umſtande davon abſtand, denn als unzweifelhafter Sieger. Dies wurde bald be⸗ kannt. Seit er Orford verlaſſen und in London gelebt hatte, war er in der entſetzlich flotten Geſellſchaft, in der er verkehrte, ſchon in zwei oder drei perſönliche Rencontres verwickelt geweſen, und man begann, ihn zu fürchten. Denn, wenn er auch noch ſo viel trank, er ſpielte des⸗ halb nie um ſo ſchlechter. Er war ein glücklicher Spieler. Zuweilen, wenn er Jemandem Geld abgewonnen hatte, lud er ihn in ſein Haus ein, um ihm Revanche zu geben. Und der ſo Eingeladene ging und ging wieder in Lord Welter's Haus in St. John's Wood und wurde dadurch
um nichts reicher. war die reizendſte kleine Spielhölle in
Dieſe Villa 1 ganz London, und das ſchönſte, witzigſte, bezauberndſte Weib, das man je geſehen, präſidirte darin. Ein Weib,
in das ſich alle Männer verliebten: ſo geſetzt, ſo ehrbar


