Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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allgemein bekannt, daß Lord Welter unverzüglich auf die Schule nach Eton gehen würde.

Als Lord Welter Charles in Twyford empfing, be⸗ grüßte er ihn daher mit dieſer Nachricht.

In Eton fand er höchſt geſchwind noch andere Knaben, die in ähnlichen Liebhabereien aufgewachſen waren, wie er, und dieſe wurden ſein Umgang. Ein ſchneller Austauſch von Erfahrungen fand ſtatt unter dieſen jungen Herren, und das Ergebniß war, daß Lord Welter unverbeſſerlich verdorben wurde.

Lord Welter hatte Charles leidenſchaftlich liebgewonnen, wie es unter Knaben vorkommt, und ihre Freundſchaft ſelber währte, bis ſie einander in Orford wieder begegneten. Dort aber, wenn auch ihr alter vertrauter Verkehr blieb, erſtarb die alte Liebe zwiſchen ihnen eine Zeit lang unter Ausſchweifungen und Wildheit.

Charles hatte eine Art von Pietät vor den Frauen; Welter nicht die geringſte. Charles ſteckte ſich an einem gewiſſen Punkte ſeine Grenze, wie niedrig der Punkt auch ſchon war; Welter kannte gar keine Schranke. Was Lord Hainault in Tatterſall's Hofe von ihm geſagt hatte, war die Wahrheit. Eines Tages, als ſie über den betreffenden Punkt ziemlich lebhaft disputirt hatten, ſagte Charles:

Wenn Du Alles ſo meinſt, wie Du's ſagſt, ſo dürfte man Dich in keinem anſtändigen Hauſe empfangen. Aber Du meinſt es nicht im Ernſte, mein alter Mann; darum ſei kein Eſel.

Und dennoch meinte Welter es im Ernſte, und Charles hatte Recht. Ach! daß jener je nach Ravenshoe kommen mußte!