Teil eines Werkes 
2. Bd. (1863)
Entstehung
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Der kleine Mann ſpielte Fünf(ein Ballſpiel) gegen die kahle Mauer, und zwar mit ſo ungeheurer Energie, daß er nicht gewahr wurde, daß Charles ſtehen blieb und ihn beobachtete. Jeder Nerv und jede Muskel in ſeinem zähen, mageren, kleinen Körper waren bei dem Spiele. Ebenſo war ſein Herz und ſeine Seele in das Spiel vertieft, gleich als ob er der Kapitän des Achtruderigen geweſen wäre.

Er hatte keinen Ball, darum ſpielte er mit einem Meſſingknopfe. Der Knopf, welcher von ſehr unregel⸗ mäßiger Form war, flog hierhin und dorthin, und der Knabe ſchoß ihm nach, wie der Blitz. Schließlich, als er etwa bis zu fünfundzwanzig gekommen war, flog der Knopf fort und zwar zu Charles' Füßen auf die Erde.

Als der Knabe ſich umwandte, um den Knopf aufzu⸗ heben, begegneten ſeine Augen denen Charles, und er blieb ſtill ſtehen, ſtrich ſich das lange Haar aus der Stirn und ſchaute ihn an, bis das ſchöne kleine Geſicht, ſchön in allem Schmutz und aller Unwiſſenheit und aller Vernachläſſigung, von einem Lächeln erhellt wurde, als ihn Charles mit dem guten, ehrlichen alten Blicke anſah, der ihm eigenthüm⸗ lich war. Alſo begann ihre Bekanntſchaft, Anfangs faſt komiſch.

Charles liebt es jetzt nicht mehr, von jenem Knaben zu ſprechen. Thut er es je, ſo geſchieht es, um ſich ſeiner drolligen Reden und Einfälle während der erſten Zeit ihrer ſeltſamen Freundſchaft zurückzurufen. Vom Ende derſelben ſpricht er nie, ſelbſt nicht zu mir.

Der Knabe, wie geſagt, ſchaute ihn lächelnd an, indem er ſich das Haar aus den Augen ſtrich, und Charles blickte