Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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2 ſchichte des Hauſes in alten Tagen durch Grauſamkeit und Raubgier, in der neuern Zeit aber durch politiſche Wankelmüthigkeit von der ſchwärzeſten Tünche auszeichnet, ſo wird man begreifen, wie mir nicht daran liegen kann, derlei Erzählungen an einen von mir beſonders verehrteni Namen zu knüpfen. Nur um den Charakter des Geſchlechts anzudeuten, wie er ſich von Vater auf Sohn und Enkel vererbt hat, laſſe ich daher in flüchtiger Skizzirung de Hauptmomente jener Geſchichte vor dem Auge des Leſers vorüberziehen.

Wie allgemein bekannt, iſt keine der großen Familien Irlands ohne ihren Banſchee, oder Hausgeiſt, welcher unmittelbar vor jedem Schickſalsſchlage, der das Haus heimſucht, vor jedem Todesfalle, welcher darin einkehrt, ächzend und wehklagend das Ahnenſchloß umſchweift. Ob⸗ ſchon nun die Ravenshoes, gleich allen angeſehenen Familien, einen erblichen Prozeß, eine erbliche Fehde(mit den Hum⸗ bys zu Hele), ein Geſpenſt(das der gegenwärtig regierende Ravenshoe in früher Jugend oft geſehen zu haben be⸗ hauptet), und einen vergrabenen Schatz beſitzen, von einem ihnen zugehörigen Banſchee habe ich nie etwas ver⸗ nommen. Hätten ſie ſich eines ſolchen rühmen dürfen, das Amt dieſes beklagenswerthen Geiſtes wäre wahrhaftig keine Sinecure geweſen; vielmehr hätte derſelbe, um ſeine Aufgabe zu erfüllen, während mehr denn neunhundert Jahren Tag und Nacht ohne Aufhören heulen müſſen. Denn die Ravenshoes befanden ſich faſt beſtändig in Ungelegenheiten und wußten ſich doch immer wieder mit einer Leichtigkeit aus ihren Bedrängniſſen herauszuhelfen, die Allen unerklärlich ſcheinen mußte, denen ein Einblick

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