Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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meiner Kenntniß gelangte. Prinz Egon iſt vor eini⸗ gen Tagen hier angeköͤmmen und hat ſich, wie man für gewiß behauptet, in einer Verkleidung nach Ho⸗ henberg begeben. Zu welchem Zwecke iſt mir unbe⸗ kannt. Wenn er wirklich ſtreng incognito reiſt, um uns wahrſcheinlich zu belauſchen und ſich Hohenbergs Zuſtände anzuſehen, würde Ihnen eine genauere Be⸗ ſchreibung ſeiner Perſon, die ich nicht einmal ganz geben kann, wenig nützen. Doch dürfte es immer rathſam ſein, wenn Sie ſich merken wollten, daß Prinz Egon mir allgemein jetzt als ein ziemlich ſchlank⸗ gewachſener, doch nicht übergroßer junger Mann von mehr lichtbraunem als blondem Haar geſchildert wird. Seine Augen wären braun, ſeine Hände und Füße zierlich, was weiß ich von den Schönheiten allen, die er beſitzen ſoll und über die man am beſten thäte, erſt bei den ſchönen Frauen in Paris Erkundigungen einzuziehen.“

Ueberflüſſige Anmerkung, die wol von Ihnen

kommt? unterbrach Melanie den ſchmunzelnden Vor⸗ ſeſer

Dieſer fuhr fort:

„Das Beſte an der Sache iſt, daß ich ohne Zwei⸗ fel den Prinzen Egon auf ſeiner Incognitvreiſe geſe⸗ hen habe. Im Heidekruge, bei dem ehrlichen Manne,

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