Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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hauſt, auch einſt Tempelherren jene Kirche und das Profeßhaus gebaut hatten, von dem noch jene male⸗ riſchen in den Friedhof verlorenen Trümmer hinter⸗ blieben waren.

Wie Siegbert Wildungen— ſo hieß unſer junger Maler— auf einem Stein unter einer Brombeer⸗ hecke längſt Platz genommen hatte und im nothdürf⸗ tigen Schatten des ſtachlichten Gebüſches endlich ein⸗ mal auch ſeinen breitrandigen Calabreſer lüftete, um die blonden lockig fallenden Haare von der erhitzten Stirn zurückzuſtreichen, bemerkte er plötzlich, daß er nicht allein war. Aus dem gelben Kornfelde, das die Oeffnung zwiſchen dem Hügel und dem Aufgang zu einem nahegelegenen herrſchaftlichen Parke aus⸗ füllte, erhob ſich, gähnend und wie nach gehaltener Mittagsruhe ſich reckend, eine Geſtalt, die weder oben dem herrſchaftlichen Wohnhauſe, noch unten dem Dorfe anzugehören ſchien. Es war, ſo weit man ſie im Liegen beurtheilen konnte, eine lange hagere Figur im leichten Sommerrock wie Siegbert, aber die Panta⸗ lons verwaſchen, an den Knieen hervorſtehend, das Hemd zerknittert, die Halsbinde weggeworfen und die Weſte faſt zu kurz und wie verſchnitten. Die ſeltſame Geſtalt, die ſich aus dem Korn, in dem ſie geſchla⸗ fen hatte, herauswand, war jung und wie es ſchien

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