Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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umgrenzt von grünen Haſelnußhecken und gehütet gleichſam von zwei alten Lindenbäumen vor der Ein⸗ gangspforte, ſchnitt ſich an dem duftreinen Horizont ſo gefällig, ſo lieblich ab, daß man dem jungen, über ſeiner Arbeit träumenden Künſtler nicht ver⸗ argen konnte, ſich daraus für ſein Skizzenbuch allein ſchon eine Erinnerung zu erhalten. Aber der alter⸗ thümliche Reiz dieſer Scene wurde noch durch die Trümmer eines Gebäudes erhöht, das einſt dicht an der Kirche mit ihr faſt verbunden mußte geſtanden haben. Noch waren einzelne verwitterte Mauern hier und da übrig geblieben und nun auf löbliche Weiſe zum Umbau des Friedhofs verwendet. Ueberall, wo eins der alten Trümmer aufhörte, begann in der Um⸗

zäunung des ſtillen Ruheplatzes immer ein einfacher,

freilich etwas zerfallener Bretterzaun, bis dieſen wieder ein morſches Stück alter Mauer mit noch halb erhal⸗ tenen Fenſtern ablöſte, deren Trümmer ſich in das innere lauſchige Gezweig von weißen, würzig duften⸗ den Fliederbäumen, die ſie überſchatteten, verloren. Kirche und Friedhof lagen auf einer mäßigen, gras⸗ bewachſenen, mit weißen Sternblümchen wie beſtreu⸗ ten Anhöhe, die eine Fernſicht auf diejenige große und berühmte deutſche Hauptſtadt erlaubte, welche der Schauplatz der nachfolgenden Mittheilungen ſein wird.

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