Erstes Capitel. Das Kreuz und das Kleeblatt.
An einem heißen Sommernachmittage ſaß ein junger Mann, von ſummenden Käfern umſchwärmt, das Haupt auf eine über die Knie ausgebreitete Mappe beugend, vor einer einfachen ländlichen Dorfkirche,
um ſie zu zeichnen. Die Formen tes beſchebeneu
und doch ehrwürdigen Gebäudes wieſen auf einen ziemlich alten Urſprung hin. Leicht und ſchlank ſprang der ſpitze Thurm in die blaue Aetherhöhe. Die alten grüngeroſteten Glocken hingen in Oeffnungen, deren Ränder ein zierlich geſchweiftes ſteinernes Blätterwerk ſchmückte, willkommener Schlupfwinkel für ein Heer von Spatzen, das den Thurm lärmend umſchwirtte. Das Schiff wölbte ſich mit hervorſpringenden Fenſter⸗ niſchen mehr rund als länglich um den Glockenthurm, deſſen Portal ein großes, halb in das Mauerwerk eingebrochenes Kreuz zierte. Dieſer einfache Bau,


