Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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neuen Stil, der in der That architektoniſch iſt, ſehr h mislich nachzuahmen, und auf den uns Profeſſor Gervinus zu ſeinem Aerger doch noch ein literar⸗ ſ hiſtoriſches Patent geben ſoll. Denn ich glaube wirklich, daß der Roman eine neue Phaſe erlebt. Er ſoll in der That mehr wer⸗ den, als der Roman von früher war. Der Roman von früher, ich ſpreche nicht verächtlich, ſondern be⸗ wundernd, ſtellte das Nacheinander kunſtvoll ver⸗ ſchlungener Begebenheiten dar. Dieſe prächtigen Ro⸗ miche mit ihrer claſſiſchen Unglaubwürdigkeit! Dieſe 3

herrlichen, farbenreichen Gebilde des Falſchen, Unmög⸗ lichen, willkürlich Vorausgeſetzten! Oder wer ſagte Euch denn, ihr großen Meiſter des alten Romanes, daß die im Dupchſchnitt erſtaunlich harmloſe Men⸗ ſcheneriſtenz gerade auf einem Punkte ſoviel Effecte der Unterhaltung ſammelt, daß ohne Lüge, ohne will⸗ kürliche Vorausſetzung, ſich alle Bedingungen zu Eurem einzigen behandelten kleinen Stoffe zuſpitzen konnten? Die ſeltenen Fälle eines draſtiſchen Nacheinanders. greift das Drama auf. Sonſt aber— lebenslange Strecken liegen zwiſchen einer That und ihren Folgen! Wieviel drängt ſich nicht zwiſchen einem Schickſal

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