Druckschrift 
Die Diakonissin : ein Lebensbild / von Karl Gutzkow
Einzelbild herunterladen

e ver⸗ vbung m, ob Con⸗

t. zu

g zu; leuch⸗

ndern uma

legen⸗ in die

ch ihr

weren

beſiegt und verſöhnt, ſchrieb Freydank ihr zum Ab⸗ ſchied in ihr Album:

Dem reinen Sinne

Wird ſelbſt ein Wahn noch zum Gewinne.

Und gibt es ein ſchöneres Loos, als von einem glück⸗ lichen Leben zu ſagen: Du haſt es Dir ſelbſt errun⸗ gen! Hoffnung, Furcht, Entſagung, neue Freude, neue Täuſchung, alle Abwechslungen unſeres Erdenlooſes hatten zwei edle Herzen bald in lichte Höhen geführt, bald in dunkle Abgründe geſtürzt. Und nun hielt Eine Hand feſt die Andere, Ein Herz ſchlug hörbar dicht dem Andern, Eine Welt wurde das feſte Geäſt und das grüne Laub Eines und desſelben Stammes von Willenskraft und Ueberzeugung. Wie lieblich ein ſol⸗ cher junger Ehebund, wo zwei ſchon geprüfte Herzen ſich vereinigen! Jeder giebt, jeder nimmt. Der Mann ſenkt das gewaltige Schwert ſeiner Kraft zur Erde vor der wie in Märchen ihm entgegengehaltenen Zauber⸗ blume weiblicher Huld, deren Duft ihn oft berauſcht bis zum kindlich gebundenen Gewährenlaſſen und zur Unterwerfung unter die mildere Einſicht. Die Gattin aber wird umweht von den Winden, die durch die Welt des Mannes brauſen, wird zur Seherin in flatterndem Gewande, ja legt ſich den Harniſch