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Die Diakonissin : ein Lebensbild / von Karl Gutzkow
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konnte ſeinen Bankerott noch mit Ehren ausſprechen laſſen. Das wollte er Ihnen und ſeiner Tochter ſichern. Darum, Doctor, meine Unterbrechung eines Ihnen ſchon auf der Lippe ſchwebenden Geſtändniſſes. Vor einem Verbrechen wollt' ich Artnern bewahren, vor einem Verbrechen, das er an ſeiner kaufmänniſchen Ehre beging. Conſtanze erfuhr die geheime Veran⸗ ſtaltung des Vaters, ihr ein Heirathsgut auf den Fall Ihrer Werbung zu ſichern. Sie ſchlug ſeine gütige Fürſorge mit herviſcher Kraft aus und unvergeßlich werden mir ihre Worte bleiben, die ſie damals ſprach: Wenn ich dem Manne, der mich liebt, ſeiner Liebe nicht würdig ſcheine auch ohne den vergänglichen Glanz des Beſitzes, dann ſoll meine Welt ein ſtiller Winkel der Erde ſein, wo ich nur weiß, daß mein Vater geehrt und glücklich iſt. Die Arme! Sie kannte die Lebensſtellung eines jungen Arztes nicht.

Wie mächtig dieſe Aufklärung und Erinnerung Wolmarn ergriffen hatte, ſah Guntram nicht ſogleich im Augenblick. Wohl ſtand ein tiefes Denken auf Wolmars Stirne das grauſame Neck- und Ver⸗ ſteckſpiel des Schickſals ſeines Herzens trat ihm in voller Weſenheit wieder entgegen wohl ergriff er Guntrams Hand und erwiederte der wiederholten