Wolmar blieb auf dieſer Villa. Ich zwang ihn dazu. Es handelte ſich nun um ſeine Pflege. Wir dachten an Sie, Conſtanze. Doch dieſe Gefahr der Erregung ſchien zu groß. Inzwiſchen kam der Major und ent⸗ warf einen andern Heilungsplan.
Ich hatte Sie im Friedenthal beſuchen wollen, ſagte der Major. Ich wollte Sie vorbereiten auf das unglückliche Schickſal Ihres Freundes. Ich traf Sie nicht. Ihre Freundin Juliane aber, die mich empfing, flößte mir Vertrauen ein. Ihre Menſchenkenntniß und Erfahrung, die Beſtimmtheit ihrer Antworten, die treffenden Anſichten, die ſie von ähnlichen Er⸗ ſcheinungen am Krankenlager ausſprach, ermuthigte mich, ſie zur Vertrauten meines Anliegens zu machen und ſie iſt es, liebe Conſtanze, die einen Weg der Hei⸗ lung einzuſchlagen gerathen hat, der nach näherer Kenntnißnahme der Umſtände von allen Aerzten ge⸗ billigt wird.
Conſtanze ſprach leiſe: Welcher iſt das Wenn es neben dem innigſten Danke, neben der ſüße⸗ ſten Hoffnung noch möglich iſt, auf den, der hier das Gute vollenden wollte, einen leiſen Anflug der Eifer⸗
ſucht zu empfinden, ſo drückten Conſtanzens leuchtende und aufmerkſamgeſpannte Augen dies Gemiſch von


