Druckschrift 
Die Diakonissin : ein Lebensbild / von Karl Gutzkow
Einzelbild herunterladen

n dazl. hten an rregung nd ent⸗ wollen, auf das ruf Sie mpfing, kenntniß tworten, hen Er⸗ muthigte

machen

er Hei⸗ näheret

zten ge⸗

a6 er ſiße⸗ hier du er Eiftr⸗ uchtende niſch von

Gefühlen aus. Faſt tonlos wiederholte ſie: Welcher Weg iſt das?

Hartlaub berichtete, daß Wolmars einziges Lei⸗ den die Schwäche ſeiner Erinnerung wäre. Seine Vergangenheit wäre ihm eine verſchüttete. Nur ein⸗ zelne Momente tauchten zuweilen in ihm auf und er⸗ füllten ihn ſo mit Wehmuth, daß er dem längern Ver⸗ weilen an den ſtillen Plätzen ſeines Gedächtniſſes nicht Stand hielte und raſch, um ſich nur zu ſammeln und aufzuraffen, an das Nächſte ginge, das ihn grade beſchäftigte, Lectüre, Studium, Zeichnungen, Ordnen von botaniſchen und mineralogiſchen Sammlungen, zu denen Hartlaub ſelbſt ſeine eigenen von Java mit⸗ gebrachten Schätze beigeſteuert hätte. Von Conſtanze wäre nie die Rede geweſen. Man hätte die ſchmerz⸗ lichſte Wunde nicht berühren mögen. Faſt hätte man annehmen müſſen, auch die Erinnerung an ſie wäre in ſeinem Geiſt verſchüttet. Wie würde aber da, hätte Juliane geſchloſſen, ſogleich der Anblick des Dia⸗ koniſſenkleides auf ihn wirken? Der Anblick einer Tracht, die ein Weſen trüge, das Conſtanze nicht wäre? Würde die Erinnerung da nicht müſſen ſuchen, ſtill für ſich Kraft zu gewinnen? Würde ſie ſich nicht anheften müſſen an das Kleine, um immer weiter und