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Die Diakonissin : ein Lebensbild / von Karl Gutzkow
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Schlaf einiger Stunden oft ein Erwachen, wo die Sinne zwar betäubt ſind, die Augenlieder aber ſtundenlang ſich nicht wieder ſchließen wollen. Der junge Offizier, unbewußt klarer Vorſtellungen, legte ſich nach Mitternacht bald auf dieſe bald auf jene Seite, lüftete, um ſich der Hitze zu erwehren, die leichte, feine Baſtdecke, lauſchte dem Summen der Käfer, die Gelegenheit gefunden hatten durch die geſtreiften Vorhänge des offnen Fenſters einzu⸗ dringen und jetzt in das zarte Netzgatter ſeines Lagers Eingang ſuchten, doch brachte ihn nichts aus ſeinem traumwachen Zuſtande, nichts aus einer gebundenen Schwere ſeiner Sinne. Er hörte ſogar Fußtritte über ſich, er hörte das Knarren des Bodens der leichtgebauten Wohnung des Wirthes, er unterſchied deutlich, daß dieſer hinaustrat auf die Altane, die von einer Palme beſchattet den Blick auf den fer⸗ nen Spiegel des Meeres bot. Der junge Offizier war dieſe nächtliche Unruhe ſeines Wirthes ſchon gewohnt. Es war ein Kranker, den er von ſeiner Garniſon aus zuweilen beſuchte; der Oberſt ſeines eignen Regiments.

Keine Woche verging, daß nicht der junge Lieutenant Gerhard Hartlaub, von Geburt ein Deut⸗