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Die Diakonissin : ein Lebensbild / von Karl Gutzkow
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funkelnde Diamanten, mit denen das All ſich ſchmückt. Am äußerſten Rande des Horizontes zuckt es von Blitzen ferner, ſtiller, ungehörter Gewitter, die Lüfte entladen ſich in elektriſchen Pulsſchlägen, die Nie⸗ mand fühlt und die Niemanden erſchrecken. Dieſer Traum der Nacht wäre in ſeinem Stummſein be⸗ ängſtigend, wenn nicht aus dem Blüthenwalde der Bergſchluchten zuweilen die menſchenähnliche Stimme des wilden Maku oder ein Heulen der in den Reis⸗ feldern ſtreifenden Tiger und Schakale vernehmbar würde.

Ein junger Offizier von der Garniſon der nahe⸗ gelegenen kleinen holländiſchen Veſte Samarang ver⸗ ſchlief auf weicher Matratze dieſe Zaubernacht. Er hatte von ſeiner Garniſon einen Ritt von einigen Meilen gemacht, unter mancherlei ſchmerzlichen Empfindungen auf dem einſam gelegenen Landhanſe den Abend zugebracht und war dann nur mit dem einzigen Gedanken zur Ruhe gegangen, die Netze, die ſein Lager ungaben, um es zu ſchützen vor dem Beſuche der Mosquito's, der Scor⸗

pionen oder Fledermäuſe, ſich ſo dicht wie möglich

zuzuſchließen. Wie es bei heftigen Ermüdungen zu gehen pflegt, folgt auf den erſten bleiſchweren 8