Wie Cäſar die Tage des Marius zurückführen wollte, ſo ſagte Napoleon III.:
„Nicht die Aſche Napoleon's allein, auch ſeine Ideen ſollen nach Frankreich zurückkehren. In Frankreich ſind nur zwei Parteien: die Sieger bei Waterloo und die bei Waterloo Beſiegten. Damit die letztern ans Ruder kommen, müſſen die erſtern vertilgt werden. Ich werde ſie vertilgen. Ein Funke jener Sonne, die auf St.⸗Helena unterging, iſt in meine Seele übergeflogen; ich werde ſeine Miſſion erfüllen oder ſterben!“
Aber kehren wir noch einmal zu dem Liebesleben Napoleon's zurück.
Mit der Sängerin und Königin rivaliſirte damals noch eine dritte Frau.
Es war Mathilde, König Jéröme's ſiebzehnjährige Tochter(geboren in Trieſt am 27. Mai 1820), eine große Schönheit, klein von Geſtalt, aber wohlgebildet, mit einem Kopfe von klaſſiſcher Form, großen, funkeln⸗ den Augen und ausdrucksvollen, regelmäßigen Zügen, die eine blühende Geſichtsfarbe und ein üppiges licht⸗ blondes Haar noch vortheilhafter erſcheinen ließen.
Sie ſcheint Napoleon aufrichtig geliebt zu haben.
Als er nach dem verunglückten Verſuche von Straß⸗ burg auf der Fregatte Andromeda nach Amerika trans⸗


