Teil eines Werkes 
4. Bd. (1867)
Entstehung
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Die Knaben, welche bei dieſem ſymboliſchen Ueber⸗ gange in das Jünglingsalter mit einander im Paare geweſen, waren einander zu unvergänglicher Freund⸗ ſchaft geweiht und verpflichtet, einander in jeder Lage des Lebens beizuſtehen.

Wann auch der eine in Noth und Verlegenheit den andern zur Hülfe aufrief, der andere mußte dieſem Rufe Folge leiſten.

So geartet war das geheimnißvolle Band, das den Kappadocier und den Magier Oropos unzertrennlich mit einander verband.

Wohl kamen ſich die beiden Jugendgenoſſen bald, nachdem ſie im Tempel mit einander im Paare geweſen und ihre jugendlichen Locken der Gottheit geopfert hatten, aus dem Geſichte, denn der Kappadocier kehrte, nach⸗ dem er die Schiffsbaukunſt erlernt, in ſeine Heimat zurück um ſpäter ſelbſt zu Schiff zu gehen, während Oropos nach Perſien ging, um dort Mithrasprieſter zu werden.

Ein Zwiſt mit ſeinen Vorgeſetzten, der ihn um eine einträgliche Prieſterſtellung in ſeiner Heimat brachte, trieb ihn zur Auswanderung.

Von dem dunklen Gedanken geleitet, daß er in Rom am eheſten ſein Glück machen würde, beſtieg er in Ei⸗ licien, wohin er ſich durch Babylonien und Syrien auf den ihm von ſeiner Jugendzeit her wohlbekannten Wegen