Teil eines Werkes 
4. Bd. (1867)
Entstehung
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ſich der Oberprieſter dieſem letztern, ſich tief vor ihm neigend und den Athem an ſich haltend.

Dann ging er auf die Stelle zu, wo die Göttin des Todes ſtand.

Hier ſchlug er ſich dreimal auf die Stirn, ver⸗ neigte ſich zu dreien Malen, hob dann mit der linken Hand die Todesgöttin von ihrem Platze und ſtellte mit der rechten die Göttin der Jugend und des friſchen Lebens an ihre Stelle, damit ſie dieſelbe ausfülle bis zum Fallen der Blätter.

Die Todesgöttin auf dem Arme zeigte er ſich dann wieder dem Volke.

Nachdem er ſie beiſeite geſetzt hatte, rief er eine Reihe von Namen auf und alsbald traten kräftige Männergeſtalten in die Vorhalle.

Jeder der Eintretenden führte zwei Jünglinge an der Hand, denen die Locken lang vom Haupte nieder⸗ floſſen.

Der Oberprieſter ſchnitt den Jünglingen die Locken ab, um die muntern Knaben auf dieſe Art ſymboliſch dem ernſtern Jünglingsalter zu überantworten.

Wie die bei jeder Körperbewegung luſtig im Winde flatternde Locke fiel, ſo ſollte der unbeſtändige, leichte, bewegliche und ſorgloſe Sinn des Knaben dem feſtern, ernſtern Trachten des Jünglings weichen.