Teil eines Werkes 
3. Bd. (1867)
Entstehung
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Wäre aber Urbilia in Antium geblieben, ſo hätte Epidius ebenſo leicht wie Pompeja von ihrem Daſein Kunde erhalten können.

Indem Cäſar überlegte, wo die beiden Frauen am beſten aufgehoben wären, bis er Muße fände, ſich mit ihrer Zukunft zu beſchäftigen und ihnen eine angenehme, ſorgenloſe Exiſtenz zu bereiten, ohne daß man dabei ſeine Hand betheiligt ſähe, fiel ihm ein, daß Sagane diejenige Perſon in Rom wäre, welche am zweckmäßigſten für ihre Unterbringung ſorgen könnte.

In der Nähe ihrer Wohnung am Fuße des teſta⸗ cäiſchen Berges gab es gewiß Verſtecke, wo Niemand diejenigen ſuchen würde, die man dort in Zurück⸗ gezogenheit und Einſamkeit begrub, wobei nicht aus⸗ geſchloſſen war, daß man die Gefangenen mit allem Comfort umgab.

Cäſar fand die Wahrſagerin nicht abgeneigt, ſeinen Wünſchen entgegenzukommen, und ſo wanderten eines Tages die beiden Frauen in wohlverſchloſſenen Sänften von Antium nach Rom und hier in der Richtung des Janiculus nach dem teſtacäiſchen Berge, wo ihnen Sagane ein Afyl bereit hielt.

Cäſar hatte es vermieden, ſich ihnen perſönlich zu nähern, da ihm zu Auseinanderſetzungen delicater Art