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„Glaube mir, Craſſus“ rief Cäſar mit erkünſtelter Wärme,„mein Glückwunſch würde nicht ſo froſtig klingen wie der Deine, wenn ich Pompejus Glück wünſchen könnte zu Deiner Annäherung an ihn.“
„Du nimmſt unmögliche Dinge als möglich an“, warf Craſſus mit einem erzwungenen Lächeln ein. „Pompejus liegt herzlich wenig daran, ob ich mich ihm nähere. Gönnt er mir doch die geringen Erfolge nicht, welche ich meinem friedlichen patriotiſchen Streben und den Mitteln verdanke, die ich mir durch glückliche Unternehmungen erworben. Er, deſſen Glück viel eher dazu angethan wäre, Neid zu erregen, neidet mir meine kleinen, beſcheidenen Errungenſchaften, ja, ich bin über⸗ zeugt, er, der eben die Seeräuber niedergeworfen hat und jetzt, mit einer Machtvollkommenheit wie Niemand vor ihm ausgeſtattet, auf den Meeren und in Aſien Sieg auf Sieg häuft, er neidet mir auch meinen Sieg über Spartacus und gönnt mir den kriegeriſchen Lor⸗ beer nicht, den ich mir— ſelbſt meine Feinde werden mir das bezeugen— halb widerwillig errang, weil die friedlichen Beſchäftigungen von jeher meinen Neigungen mehr entſprochen haben als der Waffenlärm des Lagers.“
„Du denkſt zu niedrig von Pompejus“, verſuchte Cäſar einzuwenden.


