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„Du irrſt, Craſſus“, wies Cäſar des Andern Ver⸗ muthung zurück.„Cornelia ließ ſich, indem ſie mir Pompeja zur zweiten Gemahlin empfahl, nur von dem Gedanken an meine Zukunft, von der Sorge um das, was ſie meine Laufbahn nannte, und von der An⸗ ſchauung leiten, daß es mein Intereſſe erfordere, mich enger mit Pompejus zu verbinden.“
Craſſus ſah den Sprecher mißtrauiſch an; ſich mit Pompejus verbinden hieß Fronte gegen ihn machen, und daß Cäſar ihm die Abſicht einer intimen Allianz mit Pompejus, wenn auch vorerſt in verblümter Weiſe, andeutete, das mußte ihn natürlich höchlich überraſchen.
„Ich bin neugierig, zu vernehmen, ob Du Cornelia's Willen bezüglich der Nichte des Pompejus zur Richt⸗ ſchnur Deines Handelns machen wirſt“, dehnte Craſſus, indem er Cäſar mit Spannung anſah.
„Das verſteht ſich doch wohl nahezu von ſelbſt“, ſagte dieſer unbefangen.„Ich betrachte mich bereits als Pompeja's Verlobten. Es iſt mir eine heilige Pflicht, den Willen meiner verſtorbenen Gemahlin in Ausführung zu bringen, zumal das, was ſie wollte, meiner eigenen Neigung nicht widerſtreitet.“
„Ich wünſche Dir Glück zu Deiner verwandtſchaft⸗ lichen Annäherung an Pompejus“, bemerkte Craſſus trocken.


