Teil eines Werkes 
3. Bd. (1867)
Entstehung
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Craſſus hatte kaum ſeinem Bedauern über die Fami⸗ lienkataſtrophe, die ſeinen Gaſt betroffen, in mehr höflicher

und förmlicher als herzlicher Weiſe Ausdruck gegeben,

als ihm ſchon eine zweite Ueberraſchung beſchieden war.

Denn Cäſar ſagte:

Es iſt wahr, ich habe an Cornelia ein treffliches Weib verloren, aber der herbe Schlag traf mich we⸗ nigſtens nicht unvorbereitet. Die wankende Geſundheit Cornelia's ließ mich ſchon lange das Aeußerſte fürchten. War doch Cornelia ſelbſt ſeit langem ſo auf ihr Hin⸗ ſcheiden gefaßt, daß ſie mir ſogar ſchon eine zweite Gemahlin ausgeſucht hatte.

Du ſcherzeſt! warf Craſſus ein.

Der Augenblick wäre ſchlecht dazu gewählt ſagte Cäſar mit einem Seufzer.Wohl ſuchte ich Cornelia, ſo oft ſie auf die Frau, die ich nach ihrem Tode nehmen müſſe, zu ſprechen kam, mit der Bemerkung abzuweiſen, daß ſie ſcherze. Aber ſie beharrte mit ſolcher Zähigkeit auf ihrer Anſicht, daß ich, wenn ſie der Tod dahin⸗ gerafft, keine Andere heimführen könne als Pom⸗ peja, daß ich ſie zuletzt gewähren ließ.

Sie hatte alſo offenbar errathen, daß Du der Nichte des Pompejus gewogen warſt, wie dieſe Dir gewiß gewogen geweſen wäre, wenn Du über eine freie Hand hätteſt verfügen können.