Teil eines Werkes 
3. Bd. (1867)
Entstehung
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Cornelia mit nicht zu ſeinem Unglück ausgeſchlagener Haſt an Coſſutia's Stelle geſetzt, knüpfte ſich eine andere von ungleich größerer Tragweite.

Craſſus und Pompejus waren ſeit Jahren Tod⸗ feinde.

Die Ehe mit Pompeja gab ihm gleichſam ein natür⸗ liches Recht darauf, als Vermittler zwiſchen den beiden Feinden aufzutreten.

Mit Pompejus verwandt, mit Craſſus befreundet, konnte er die Beiden zu verſöhnen trachten und in der Anlehnung an dieſelben ſich ſelbſt einen Rückhalt und eine Bedeutung ſchaffen, die ihm unberechenbare Vor⸗ theile bringen konnten.

Craſſus zog Alles mit ſich, was in Rom ver⸗ mögend war, und neben dem Einfluß, den ihm ſein rieſiges Vermögen gewährte, konnte er auf die kräftige Unterſtützung aller rechnen, die etwas beſaßen, etwas zu verlieren hatten.

Pompejus hatte den Nimbus eines großen, populären Namens und zudem ſtand die Adelspartei hinter ihm.

Gelang es Cäſar, zwiſchen Pompejus und Craſſus einen Ausgleich herbeizuführen und ſich beide zu ver⸗ binden, ſo war des Craſſus Geld auch ſein Geld und des Pompejus Anſehen und ariſtokratiſcher Anhang kamen auch ihm zu ſtatten.